Erlesene Weblogs aus Vorarlberg

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[Zum Artikel] Aufmerksamen Freunden des Kurzfilms dürfte "See What Happens?" bereits ein Begriff sein, beim heurigen "Vienna Independent Short Film Festival" lief der Beitrag von Wolfgang Pielmeier in der Kategorie "Trs Chic". Wolfgang blieb derweil nicht untätig und zeigte mit dem flotten Trailer des "Lost in Vienna 2010" Festivals ein weiteres Mal sein Können.

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[Zum Artikel] Vom Gefühl der Übernächtigkeit bis zum Durchbrechen schreiten Lehnen durch die Nacht. Was im Nachhinein wie ein entfernter Traum wirkt, ist ein dramaturgischer Glücksgriff.

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Lust auf Verwirrung?
Nachdem das Kollektiv Denkfabrikat mit der Partyreihe "verWIRRt" im Wiener Untergrund alle Vorstellungen übertraf, führt der Weg nun über den Arlberg in den wilden Westen. In Feldkirch wird am 24. Juli mit ordentlichen Basslines und saftigen Beats eingeheizt!

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Spätestens seit der Nachtschwärmer-Hymne „Der Mond", die Moonbootica 2007 zusammen mit Jan Delay veröffentlichten, sind die Hamburger DJs in der elektronischen Musikszene allen ein Begriff. Und darüber hinaus.

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[Zum Artikel] Die letzte Woche war vollgepackt. Zum Ende des Studienjahres also ein guter Zeitpunkt für ein kurzes Resümee. Die Denkfabrikat DJ's und VJ's haben sich dieses Jahr zunehmend einen Namen gemacht. Das ist in erster Linie auf die Eigeninitiative unserer Künstler zurückzuführen, denn sie sind es, die Zeit in ihre Musik investieren, sich umsehen und weiterentwickeln und letztendlich auch dankbar für jede Möglichkeit sind, ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen. Jeder und Jede auf seine Art, bestimmt durch eigenen Einsatz und Geschwindigkeit, in ihrer Entwicklung nicht eingeschränkt. 

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Eigentlich wollten wir ja eine illegale Party über den Dächern Wiens feiern. Die Location war dann aber leider so geheim und speziell, dass wir vor geschlossenen Türen gestanden wären. Irgendwie zu illegal. Spontanst umorganisiert trafen wir uns schlussendlich zum Semesterende in der gemütlichen Bunkerei. Gequatscht, geplaudert, diskutiert, philosophiert, geplant, gelacht, gedacht und gemacht wurde da in rauhen Mengen. Nach den Mücken tanzten wir beim Technokränzchen. Feine Sache.

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[Zum Artikel] Als kleiner Junge war er in den Sommerferien einmal zu seinen Großeltern aufs Land gefahren. Er war damals zehn Jahre alt gewesen und hatte an die ganze Sache schon lange vergessen. Aber in dieser Nacht träumte er davon. Sein Großvater hatte sich in einem Bergwerk in Frankreich nach dem Krieg als Gefangener die Lunge ruiniert. Man hatte ihm einen Flügel entfernt und nun klang sein Atem hoch und leicht rasselnd. Er sagte niemals viel. Die meiste Zeit saß er in seinem Stuhl und röchelte vor sich hin. Sein Gesicht war grau und faltig mit dunklen Altersflecken auf Stirn und Hals.

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[Zum Artikel] Joachim hatte ein merkwürdiges Gefühl in Kirchen gehabt, seit er das erste Mal eine betreten hatte. Die kühle Andacht, die fast ehrfürchtig drückende Stille, das seltsame Verhalten der Menschen in ihnen hatten auf ihn immer fremd und abweisend gewirkt, abweisend oder bedrohlich. In Schattenbach war es unüblich Sonntags nicht in der Kirche zu erscheinen, trotzdem mieden seine Mutter und er den Gottesdienst für gewöhnlich. Madeleine Cranach hielt nicht sehr viel von Religion und Gott. Die Zeiten waren vorbei an denen man für solch eine Einstellung gesteinigt worden war, aber trotzdem wurde sie in ganz Schattenbach misstrauisch als Fremde beäugt und hinter ihrem Rücken wurde einiges getuschelt.

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[Zum Artikel] Dass Familienväter im Beisein ihrer Mensch gewordenen Lendenkraft immer im Recht sind, auch, wenn sie mit ihrem schrullig anmutenden Familienfahrrad Fußgänger anfahren, die Straße und Radweg bei Grün überqueren, MUSS eigentlich klar sein. Dass gebürtige Wiener gegenüber „scheiß g'scherten Provinzlern“ sowieso allumfassende Vorrechte genießen, MUSS ebenso klar sein. Dass die Gegend um den Wiener Schwedenplatz schon so manchen Konflikt erleben durfte, das IST klar. Irgendetwas unklar? „Na oiso, dann schleichts eich Ham es scheiß Provinzler (und sowieso olle, die do nix zum suachn hobn)“

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[Zum Artikel] Martin wachte schweißüberströmt auf. Ihm kam es vor, als hätte ihn sein eigener Schrei geweckt, doch er war sich nicht sicher. Es dauerte ein paar Momente, bis er sich bewusst wurde wo er war. Er lag auf der Couch im Wohnzimmer. Den Fernseher, den er stumm geschaltet hatte warf ein schales und flimmerndes Licht in den Raum.

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[Zum Artikel] Es war nicht oft vorgekommen, dass Madeleine Cranach ihren Sohn hatte weinen sehen. Eigentlich war  es fast noch nie passiert. So deutlich bewusst wurde ihr das, als sie eines Abends nach der Arbeit nach Hause kam und ihren neunjährigen Sohn, Tränen überströmt, zusammengekauert im Wohnzimmer sitzen sah. Es brach ihr fast das Herz. Ansonsten war er es, der sie trösteteund obwohl er noch so jung war, kam es ihr oft vor, als wäre er der Erwachsenere von ihnen beiden.

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[Zum Artikel] Am 26. Juni (Samstag) steigt das große Saisonfinale im wirr Nachtcafé. Das Kollektiv Denkfabrikat übernimmt die Abendgestaltung mit den Eigenbau-Kapazundern Tobias Wark, Fabian Oppolzer, Core und den VJ-Residents außer:atem, laut.malerei und Nichtkunst. Es ist die letzte Feierei bevor das Nachtcafe (ehem. Untergrund) die Sommerpause einläutet.





hinzugefügt 19.06.2010 um 20:46 von klausmoped

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[Zum Artikel] Ich bin gestorben. Ich mein, Hans Dichand ist gestorben. Sie müssen verzeihen. Das passiert mir in den letzten Tagen öfters. Ich habe so lange in dem Kopf dieses Mannes gewohnt, dass... Schon wieder. Ich wollte eigentlich sagen, dass er so lange in meinem Kopf gewohnt hat. Nach seinem Ableben ist so eine schreckliche Lehre in meinem Denkapparat entstanden. Ich muss dieses Nichts erst wieder auffüllen. Fragt sich nur mit was? Hat jemand von ihnen eine Idee? Bin für jeden Vorschlag offen. Naja, nicht für jeden. Es sollten schon Gedanken sein, an die ich mich auch gewöhnen kann. Wissen sie, ich bin schon eher traditionell gestrickt.

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[Zum Artikel] Jeder rechtschaffene Autobesitzer muss diese Prozedur einmal im Jahr über sich und sein Vehikel ergehen lassen. Die KFZ Überprüfung nach Paragraf 57a, landläufig auch als Pickerl bekannt. Ich als gesetzestreuer Bürger mache das natürlich auch. Und so sitze ich eines so gar nicht sommerlichen Vormittags im Juni in einem Kaffeehaus nahe der Werkstätte meines Vertrauens und warte darauf, dass mich jemand von diesem Kleinkriminellen anruft und mir sagt, was sie diesmal schrecklich kaputtes in meinem Auto gefunden haben. So etwas ist immer eine ausausweichliche Gewissheit. Oder hat irgendjemand von euch es einmal erlebt, dass er wirklich nur das Pickerl zu zahlen hatte?

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[Zum Artikel] „Nun ja, wir werden sie hier sehr vermissen“. Er gab sich alle Mühe seinen Ton so ehrlich wie nur möglich klingen zu lassen, aber es gelang ihm nicht.
„Ich werde ihre Stelle jedoch nicht einfach so übernehmen können, dass werden sie doch hoffentlich verstehen?“ Martin sah ihn stumm an. Wie er diesen Scheißkerl hasste.

„Ich meine, wenn sie jetzt weggehen, werde ich sie vertreten müssen, es ist nur so, wenn sie dann wieder kommen, wird ihre Stelle wahrscheinlich vergeben sein, so leid wie mir das auch tut.“
Martin nickte.
„Ja, dass weiß ich. Ich habe nicht vor wieder zu kommen, sie können meine Stelle vergeben!“

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[Zum Artikel] Esra Dunkel wurde an einem Mittwochvormittag auf dem städtischen Friedhof im strömenden Regen beigesetzt. Seit seinem Tod regnete es nun als würde der Himmel um ihn weinen. Martin, der es sonst gewohnt war zu predigen, saß in der ersten Reihe und starrte auf den mit Blumen geschmückten Sarg, der direkt vor ihm aufgebahrt war. Ein Foto von Esra war auf seinen Wunsch nicht darauf gestellt worden. Esra war seid seiner Geburt blind, er hatte nie sehen können und es hätte ihm deshalb wahrscheinlich nichts bedeutet.

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postromantischer rehbock: am freitag den 11. juni - haus der romantik - marburg an der lahn (allemagne)

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[Zum Artikel] Der Kampf ums Burgenland ist geschlagen. Die Schlacht hat uns aufs Neue gezeigt welchen Geistes wir sind und welche Themen die wirklich wichtigen sind. Österreich als die Enklave der Seligen und ganz und gar Sicheren. Oder gibt es da noch mehr? Und überhaupt. Was würde Dennis Hopper dazu sagen? 

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