Erlesene Weblogs aus Vorarlberg

Dornbirner Grüne

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ein kleines schmankerl aus der grafikküche darf ich niemandem vorenthalten:
sprengeldornbirn
in der dargebotenen form braucht es wohl keine legende:

dunkelgrün sind die stärksten gebiete mit über 20 % grünwähler_innen und gaaanz hell sind die schwächsten mit unter 10 %.

die grössten "ausreisser" sind übrigens:

sprengel 32 VS Oberdorf mit 20,9 % absolut
sprengel 35 VS Gütle mit 5,7 % absolut

sprengel 34 VS Ebnit mit plus 15,3 % zuwachs
sprengel 41 HS Haselstauden mit minus 3,1 % abnahme

FYI

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Der Wahlsonntag ist vorüber und langsam gewinnt das diffuse Bild eines achtbaren Wahlerfolges an Schärfe: Die Dornbirnerinnen und Dornbirner glauben daran, dass mehr Grün dieser Stadt durchaus gut zu Gesicht stehen würde!

In nackten Zahlen ausgedrückt sind es exakt 2.177 Menschen, die ihr Bauchgefühl mittels realen Kreuzen auf ein Stück Papier gekritzelt haben. 452 mehr als vor 5 Jahren!

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Wer bekommt nicht gerne Post? Also nicht diese elektronische ohne haptischen Flair, sondern richtig gute alte Briefpost?

Flattert doch kürzlich an meine Adresse ein nettes Informationsschreiben des Wirtschaftsbundes.

 unternehmerin !

Na vielleicht überlege ich es mir noch, ob ich angesichts der geballten Kraft unternehmerischen Wirkens vielleicht nicht doch noch dem Kollegen Mäser meine Stimme geben sollte ? UnternehmerIN bin ich ja keine, also könnte ich mich doch tatsächlich angesprochen fühlen.

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strange days, wenn die birnen schon im winter auf den dornbirner bäumen hängen. angebissen darauf hinweisend, wer diese UNSERE stadt für sein eigentum hält.

historisch gesehen gibt's da sogar parallelen: dornbirn war gemäss geschichtsschreibung das eigentum eines bauern. als referenz darf ich die alemannische wikipediaseite zitieren, die im eintrag zu „doarobiro“ folgendes schreibt:
Do Nammo Doarobiro leitat sich vo „Torrin Puirron“ aab, dor Asiedlig vom alemannischo Buur „Torro“ und heat üborhaupt nünt mit Biora zum tua, obwohl an Biorobomm mit a paar Biora uf-om Stadtwappo ist.zeitgemäss ist das wohl nicht, dass wir heute im 21. jahrhundert noch immer "eigentum" einer bauernpartei sind.

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Wahlplakate sind von Natur aus Blick- und Kritikfang in einem. Erstens kommt man ihnen nicht aus, da an jeder 2. Ecke eines steht (als Mittäter verbeuge ich mich vor der werten Leser_innenschaft und bitte um Vergebung :-), und zweitens lässt das Format keine besonders intelligenten Texte zu.

Ausser dem allfälligen Konterfei - in Abhängigkeit der physischen Grundlagen mehr oder minder ästhetisch - braucht es die Verkürzung der Message, da in unserer schnellen Welt die Sicht- und Lesbarkeit auf motorisierte Verkehrsteilnehmer_innen abgestimmt werden muss.

Resultat: "Heimat für alle", "Lebensqualität sichern" und "Wir sind immer für Sie da" sagen alles und nichts. Was sollten sie auch sonst tun...

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Ein Nachtrag aus gegebenem Anlass, und sehr zu meiner Freude:
Sehr geehrter Herr Konzet,

Ich darf ihnen auf diesem Wege mitteilen, dass der ORF offenbar im Gegensatz zu vol.at keine Gebühren für chats einhebt. Wir haben diesemla keine durchgeführt, sollten Sie jedoch einmal eingeladen werden, ist das kostenlos. Die einzige Auflage: Sie sollten selbst tippen.

Mit freundlichen Grüßen,
Marion Flatz

Dr. Marion Flatz-Mäser
Chefredakteurin | Aktueller Dienst Landesstudio Vorarlberg
ÖSTERREICHISCHER RUNDFUNK, ORF
Ich hoffe, ich überschreite damit keine Grenzen der Vertraulichkeit, aber wenn man einmal einen Grund hat, jemanden zu loben, dann sollte man es auch tun! Gratulation an den ORF!

3.666665
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Da ereilt mich doch ein wirklich wirklich nettes Email aus Schwarzach:
Sehr geehrter Herr Konzet.

Ich bin für das Gebiet Dornbirn, Lustenau und Hohenems als Mediaberaterin für das Medium Vorarlberg Online zuständig.

Wir bieten den Kandidaten bei den Gemeindewahlen die Möglichkeit sich in einem Online-Chat zu präsentieren.
Bewerbung des Chats auf der Startseite vol.at mit redaktioneller Begleitung und auch Vorankündigung.
Preis für 1 Stunde Chat inkl. Bewerbung und Download des Chat-Protokolls für € 600,- exkl. MwSt.
Termin in der Woche vor der Wahl sind für die Kandidaten frei wählbar.

Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Sie dabei wären.

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Der Fasching ist vorbei. Der Frühling wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, und einstweilen spriessen schon die ersten Wahlplakate entlang der Dornbirner Strassen wie Schneeglöckchen aus dem Boden.

Jetzt beginnt sie, die heisse Phase des Wahlkampfes. Meinereiner wartet schon mal gespannt auf die ersten Plakate. Mal sehen, ob wir das eine oder andere Minarettchen erblicken werden, oder ob der eher seidenweiche Ton der ersten FPÖ-Aussendung beibehalten wird. Ich würde es mir jedenfalls wünschen. Nicht nur mir, sondern allen Dornbirnerinnen und Dornbirnern - wir sollten nach der Wahl ja irgendwie GEMEINSAM mit Wirtschaftskrise u. Co. fertigwerden...

4.5
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Gutsherrenpolitik einmal wörtlich genommen: Bei der Arbeit am grünen Wahlpgrogramm (nachzulesen auf dornbirn.gruene.at) bin ich auf interessante Details zu unserem Gutshof gestossen:

Wir Grünen kämpfen schon seit Jahren um die Einrichtung eines Biohofes - ganz nach dem Vorbild der "blauen" Lustenauer, die aus ihrem Gutshof Heidensand schrittweise einen Vorzeige-Bio-Betrieb machen werden. Erfolglos - wie immer, wenn unsere schwarzen Gutsherren einfach nicht auf uns hören wollen und mit dem Status Quo zufrieden sind...

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Was würden Sie als Bürgermeister_in in Zeiten einer Wirtschaftskrise tun, sofern Sie in wenigen Monaten wiedergewählt werden wollten?

a) Augen zu, Schuldenhahn auf und durchtauchen
b) Gürtel enger schnallen und Sparen

Nun, da vermutlich niemand die Anwort b) ernsthaft in Erwägung ziehen würde, darf ich die Variante "durchtauchen" zur einstimmigen Siegerin erklären. Der Dornbirner Schuldenberg steigt wie in den Boom-Jahren zuvor unaufhaltsam Karrenwärts. Anno 2002 - also gefühlte 50 Jahre in der Vergangenheit - standen wir bei 74 mio €uro Darlehen und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2.000 €uro. Anno 2010 halten wir bei 145 mio €uro Darlehen und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3.400 €uro.

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angesichts der tatsache, dass unsere schwyzer nachbarn den vergangenen sonntag zum tag der minarettabrechnung erhoben haben bleibt mir die spucke weg, der mund offen und ich fühle mich mehr als sprachlos und traurig sowieso.

andersrum

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seit der vogelgrippenpleite lagern in feldkirch (rfl) tausende ungebrauchte ariel-weisse schutzanzüge sauber verpackt und gestapelt in einer halle. was wir (der volk) dafür bezahlt haben, entzieht sich meiner kenntnis.

und weil das so gut geklappt hat, kaufen wir seit kurzem 16 millionen dosen an schweinegrippenimpfstoff, auf dass den pharmakonzernen die gewinne nicht ausgehen mögen. wäre doch irgendwie ungerecht, wenn nur die banken milliarden abschöpfen und die automobilkonzerne von der schrottprämie profitieren dürften.

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Chuzpe?

Was ist es, das man braucht, um einen Verein mit 10.487 hauptberuflichen Mitarbeiter_innen sowie über 26.000 ehrenamtlich Engagierten anzugreifen? Noch dazu einen der anerkanntesten karitativ tätigen Vereine Österreichs - die Caritas.

Oder vielleicht doch Irrsinn?

Jedenfalls ist es ein starkes Stück, das die Innsbrucker FPÖ kürzlich geliefert hat. Wortwörtlich wird verlangt, dass "das sogenannte "Caritas-Integrationshaus" [] aufgrund seines dem Ziel der Anpassung von Zuwanderern an die autochthone Tiroler Gesellschaft abträglichen Wirkens [] vorerst keine Förderung finanzieller, materieller oder ideeller Art durch die Stadt Innsbruck" bekommt.

3.5
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zwei wochen sind nun schon ins ländle gezogen seit der jüngsten landtagswahl. die schwarz-grünen koalitionsverhandlungen wurden mit tatkräftiger unterstützung eines "plauderers" auf seiten der övp-delegation ruck-zuck beendet. mit ausnahme der tatsache, dass sich die fpö höchst erfolgreich ins abseits manövrierte, hat sich nicht viel geändert. der hofstaat bleibt der selbe, und das gesicht meiner (ex)stadtratskollegin andrea kaufmann ersetzt somit die visage von dieter egger.

also wieder alles beim alten ?

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man muss nicht zwangsläufig ein bauingenieursstudium absolviert haben, um brücken bauen zu können. wie das geht, zeigt uns vahide aydin (hoffentlich mit grossem erfolg) die nächsten vier jahre im vorarlberger landtag. als vorarlbergs erste migrantin wird sie demnächst an stelle von karin fritz für uns grüne vereidigt werden.

vahide aydin (40), sozialarbeiterin und jetzt neu im vorarlberger landtag

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ahnen durften wir es schon seit dem sonntag, wissen tun wir es jetzt:

VAHIDE AYDIN zieht als 4. Mandatarin über ein hervorragendes Vorzugsstimmenergebnis für die Grünen in den Landtag!

nachzulesen unter: dornbirn.gruene.at mit ein paar links zu den aktuellen Medienberichten.

Gratulation! es gibt also auch noch in der Egger-Ära positive Meldungen :)

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...oder anders gesagt: schwarz-grün steht in der ersten verhandlungsrunde.

als drittplatzierte in ein rein formal nicht notwendiges koalitionsbett zu steigen ist keine einfache angelegenheit. auch wenn von seiten einiger övp-sympathisantinnen schon lange der ruf nach schwarz-grüner politik erschallt, so startet eine derartige verhandlung wie selbstverständlich unter begleitung von blauem gejaule.

völlig vergessen die tatsache, dass ein herr egger vor wenigen jahren in der exakt gleichen position als dritter (dazumals hinter der spö) von der övp ins bett geholt wurde. nichts neues unter der sonne also - politik lebt nun mal von vergesslichkeit.

4.666665
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wie versprochen eine kurzinfo zum wahlergebnis in dornbirn. das landesweite ergebnis liegt nach meinen informationen etwas darunter (will heissen: dornbirn rulez ^^, zumindest was das grüne abschneiden betrifft).

nur zur geistigen vorbereitung für die zahlen: befürchtungen um blaue zustände auf gorbach-niveau werden bestätigt und die övp sollte die absolute (auch nach auszählung der in den nächsten tagen noch eintreffenden restlichen wahlkarten) halten können.

et voila:

övp: 9.258 stimmen (44,81%)
spö: 2.332 stimmen (11,29%)
fpö: 5.458 stimmen (26,42%)
grüne: 2.731 stimmen (13,22%)
kiebitz: 40 stimmen (0,19%)
bzö: 233 stimmen (1,13%)
gsiberger: 537 stimmen (2,60%)
wir gemeinsam: 70 stimmen (0,34%)

3.333335
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für die einen haben die untiefen der virtuellen welt etwas undefinierbar bedrohliches. andere sehen und nutzen die möglichkeit, mit geringem aufwand eine öffentlichkeit zu erreichen, die sonst im musterland der medienvielfalt niemals an die oberfläche der gesellschaftlichen wahrnehmung gelangen könnte.

jedenfalls hat jemand mit namen "schwachsinn09" im netz seine visitenkarte abgegeben und ich nehme mir die freiheit, sein werk entsprechend zu würdigen:

 

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